PRODUKTTEST: 3 X 3 HANDSCHUHE TEIL 2

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PASSFORM, BEWEGUNGSFREIHEIT UND KäLTESCHUTZ

Passform:
Das erste Anziehen aller drei Handschuhmodelle fühlt sich angenehm an. Die Finger finden sofort die Spitzen der Handschuhe. Alle Handschuhe sind sehr weich und lassen genügend Bewegungsfreiheit. Greifen, Anschnallen und Anfellen ist mit angezogenen Handschuhen ohne Probleme möglich.
Nach dem Sport sollte die Trocknung auf der Heizung vor allem beim Kingpin vermieden werden. Hier sind die Fingerspitzen zunächst steif und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Das Problem verschwindet etwa nach zehn Minuten, wenn der Handschuh getragen und mit Körperwärme wieder in Form gebracht wird.
Nach einem warmen Skitag zeigen sich die Vorteile des herausnehmbaren Innenhandschuhs beim Hestra-Handschuh. Hestra und GORE-TEX trocknen schneller und behalten besser ihre Form. Dieser Vorteil wird mit einem höheren Gewicht und an einem warmen Tag mit mehr Feuchtigkeit erkauft.
Sowohl der Undercuff als auch die beiden Overcuff-Handschuhe lassen sich gut im bzw. über dem Jackenärmel tragen. Lediglich der Cuff des GORE-TEX-Handschuhs könnte etwas länger gewählt sein. So kann es passieren, dass bei einem Eintauchen Schnee in den Handschuh gelangt.

Bewegungsfreiheit:
Bei der Bewegungsfreiheit spielen der Black Diamond und der GORE-TEX Handschuh ihre Stärken aus. Ohne herausnehmbare Innenhandschuhe sind die Finger wesentlich agiler.
Die X-TRAFIT-Technologie des GORE-TEX-Handschuhs gibt bereits in der Demo-Variante einen interessanten Ausblick auf die kommende Saison. Finger und Handinnenflächen geben beim Halten von Stöcken, beim Wechsel von Schneeschuh auf Snowboard und beim Grabben bei Sprüngen ein deutliches Greif- und Sicherheitsgefühl.
Der Hestra punktet mit seinen Handfesseln. Bei einem kurzen Zwischenstopp auf engen Passagen oder im Lift besteht nicht die Gefahr, die Handschuhe zu verlieren. Beim Aufstieg allerdings sind aufgrund der Länge der Fesseln die Handschuhe eher im Weg. Hier empfiehlt es sich,nur die Innenhandschuhe zu verwenden oder auf ein zweites Paar Aufstiegs-Handschuhe zurückzugreifen.

Kälteschutz:
Beim Kälteschutz ist auch auf die Atmungsaktivität zu achten, sonst schützt der Handschuh zwar vor kalten Außentemperaturen, hinterlässt bei schweißtreibenden Aktivitäten wie Aufstiegen jedoch viel Feuchtigkeit im Inneren des Handschuhs. Dies wiederum kann nach dem Abkühlen zu kalten Fingern führen.
Der Army Leather Heli Ski nimmt mit seinen Innenhandschuhen aus Fleece Schweiß auf und schmeichelt auch nach dem Abkühlen den Fingern mit seinem weichen und weiterhin warmen Material. Trotz seines leichten Gewichts und der kompakten Maße hält auch der Kingpin die Finger angenehm warm. Bei schweißtreibenden Aktivitäten führt die Lederfertigung leider zu einer etwas höheren Wärmeentwicklung im Handschuh. Ein Entlüften in den Pausen führt jedoch zu einer schnellen Abkühlung und dem Transport der Feuchtigkeit nach Außen. Der GORE-TEX Handschuh transportiert entstandene Feuchtigkeit perfekt nach außen. Die Verklebung der Schichten und die damit verbundene dünnere Fertigung erkauft man sich mit weniger Isolierung, da sich die Finger "näher" am Schnee und der Kälte befinden. Trotzdem sorgt der Handschuh im Hochwinter und im Frühling für warme Finger. Lediglich bei sehr eisigen Temperaturen bietet sich ein besser gefütterter Handschuh an.

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