Vom Königsee auf den Funtenseetauern

BILDERGALLERIE

berchtesgadenerfuntensee

TOURDATEN

Beste Zeit: Dezember bis April
Schwierigkeitsgrad: schwer
Orientierung mittel
Dauer Aufstieg: 5 Std.
Höhe Aufstieg: 2.200 m
Exposition: Nordwest
Beschaffenheit: Berge/Hügel
Snowboard-Eignung eher nein
Autor: Markus Stadler (28)

TOURBESCHREIBUNG

Aufstieg:
1) Von Bartholomä dem Wanderweg am Ufer nach Süden folgen, bis an eine steile Felswand heran.

2) Falls der See zugefroren ist skatet man über den See bis in die erste Bucht südlich von Bartholomä. Unmittelbar links einer Felswand, die fast bis zum See herabzieht steigt man durch steilen Wald wenige Meter auf zum Sommerweg. Wenn wenig Schnee auf dem See liegt, kann ein MTB den Zustieg etwas schneller und bequemer gestalten.

Ausgangspunkte:
1) St. Bartholomä am Königsee (Anfahrt mit Schiff!)
2) wenn der Königssee zugefroren ist (nur alle 5 - 10 Jahre): Nordufer des Sees mit Anmarsch über den See

Abfahrt:
Die Abfahrt folgt im Großen und Ganzen der Aufstiegsroute - wobei am Funtensee und evtl. sogar unterhalb der Saugasse das Auffellen lohnt.

Charakteristik:
Die Südliche Umrahmung des Königsees gehört sicher zu den landschaftlich schönsten Ecken der Alpen. Für den Skitourengeher sind dort nicht allzuviele Ziele angesiedelt - zu steil brechen die Felswände zum See hin ab. Gute und ausdauernde Skitourengeher finden jedoch ein paar Schmankerl vom feinsten. Und sollte der Königsee - wie im Winter 2005/2006 komplett zugefroren und begehbar sein, kann man diese Touren mit einem etwa einstündigen "Aufwärm-Skating" über den See sogar relativ problemlos erreichen.

Vermutlich die schönste Königsee-Skitour führt auf den Funtenseetauern, der auch den südlichen Abschluss des Sees bildet. Solides Skifahren und absolut sichere Lawinenlage sind allerdings Voraussetzung für diese Tour - insbesondere im Hochwinter. Im Frühjahr, wenn der Sommerweg bis zur Schrainbuch-Holzhütte schneefrei ist, wird die Sache dann etwas entspannter, wobei die Saugasse trotzdem mit bis zu 40 Grad steil genug ist um - bei hartem Schnee - im Falle eines Sturzes einige hundert Meter das Kar hinabzuschlittern. Ausserdem sind auch im Frühjahr noch Nassschnee-Lawinen aus den Flanken möglich, die bis in die flachen Karböden hineinrutschen.

Nun führt der relativ gut ausgebaute Weg in einigen Kehren steil den Hang hinauf (teilweise mit Drahtseilen gesichert) bis zur Schrainbach Holzstube. Im Frühjahr - wenn der Weg schneefrei ist, relativ problemlos, bei Schneelage schmal und ausgesetzt, bei der Abfahrt sollte man hier seine Ski gut im Griff haben. Dem tief eingeschnittenen Tal folgt man nun mit relativ wenig Höhengewinn (bei der Abfahrt einige kurze Gegenanstiege) zum letzten flachen Kessel unterhalb einer markanten Steilrinne - der "Saugasse". Nun gut 300 Höhenmeter in vielen Kehren hinauf in einen weiteren Karboden zur verfallenen Oberlahner Alm. Nun wendet man sich nach SO und erreicht über zwei weitere Stufen einen kleinen Sattel von dem man jenseits knapp 100 Höhenmeter hinabfährt zum großen (im Winter geschlossenen) Kärlingerhaus und noch einige Meter weiter zum kältesten Ort Deutschlands, den Funtensee.

Sehr schönes Skigelände führt uns nun durch den Rennergraben ins weite Ledererkar, das durch einen steileren SW-Hang abgeschlossen wird. Oberhalb dieser Steilstufe ziehen wir die Spur links aufwärts bis an den Grat und zum Gipfel des Funtenseetauern, der einen perfekten Rundblick vom Hochkönig über das Steinerne Meer bis zum Watzmann und hinunter auf den Königsee bietet.

Stützpunkte: Kärlingerhaus am Funtensee - herrlich gelegene AV-Hütte, die im Winter aber nur über Ostern bewirtschaftet ist. Ansonsten steht ein Winterraum zur Verfügung, konditionsstarke Geher können die Tour jedoch an einem Tag absolvieren.

 

SONSTIGE INFORMATIONEN

Talort / Info:
Zweckverband Tourismusregion, Berchtesgaden-Königssee, Königsseer Straße 2, 83471 Berchtesgaden, fon +49 (0) 86 52/9 67-0, fax +49 (0) 86 52/9 67-4 00

Auskunft Schiffsverkehr +49 (0) 86 52-96 36-18.

 

LITERATUR

Wanderkarte 1:25.000 Nationalpark Berchtesgaden, Alpenvereinskarte Nr. 10/1 Steinernes Meer 1:25.000

 

KOOPERATIONS-HINWEIS

»http://www.stadler-markus.de

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